Am 9.7.2010 etwa gegen 20h war es dann endlich soweit: Die erste digitale Flaschenpost der Welt wurde mit einem Katapult in die Elbe geschossen und auf die große Reise geschickt!

Der STRANDLER, die 2. Ausgabe des WANDLER-Magazins, war etwas ganz besonderes. Die diesmal digitale Ausgabe zum Thema „Erfinderlohn“ wurde auf USB-Sticks kopiert, die man dann samt einer Flasche käuflich erwerben konnte – nur um sie gleich wieder loszuwerden! Zusammen mit den Sticks kamen eine persönliche Nachricht an den potenziellen Finder, Kontaktdaten, ein Rückumschlag, dazu ein Knicklicht für den Show-Effekt in die eigens hergestellten WANDLER-Flaschen, die sorgfältig verkorkt und versiegelt wurden. Danach konnte man voll freudiger Erwartung hinunter  zu dem beeindruckenden Katapult gehen, das an der Wasserkante auf Flaschenpostsender wartete. Das von Steffen Rottenkolber und Lars Kasten gebaute Katapult verfügt über einen knapp zweieinhalb Meter langen Wurfarm, an dem eine Gewicht in Form eines Sandsacks befestigt ist. Nach dem mitteralterlichen Trebuchetprinzip wurden damit die STRANDLER-Flaschenposten in einem beeindruckenden Bogen etwa 50m weit hinaus in die Elbe geschleudert – auf eine Reise mit ungewisser Wiederkehr.

Danach konnte man gepflegt am Strand abhängen, knospigen Klängen lauschen, in alle Ruhe seiner Flaschenpost nachschauen und dabei sinnieren, warum man gerade etwas (v)erstanden hatte, das man sofort wieder losgeworden ist, und sich fragen, ob jemand erst etwas verlieren muss, damit ein anderer etwas finden kann…

von Steffen Rottenkolber und Lars Kastenvon Steffen Rottenkolber und Lars Kasten
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