Digitalisierende Vernetzung all um uns herum. Der twitternde U35-jährige Farcebooker liest SPON und googlet sich zu Tode. Doch wer könnte ohne leben? Aber wie lange noch? Die Außenbewegung muss wieder nach Innen schlenzen. Wandlung bekommt eine neue Bedeutung und übernimmt sich, bringt das Eigentliche wieder dahin wo es herkam und wieder hingehört: In verrauchte, alkoholgeschwängerte Hinterzimmer, auf die grüne Wiese, auf U-Bahn-Stehplätze und Bushinterbänke, auf die Betonplätze der Stadt, an die Ufern des Flusses. Doch wir nehmen alles mit. Alles was uns so lieb und billig geworden: Benutzergenerierte Inhalte (welch hässlicher Begriff für eine schöne Sache) und das in zweierlei Hinsicht, radikale Demokratie, uneigentliches Design, interaktive Deanimationen, Popupfenster aus Glas, die Unabschließbarkeit der medialen Sprünge, und nicht zuletzt die Unendlichkeit des Menschenrauschen als die letzte noch analoge Metapher. Und das live und in Farbe. Pixel goes paper. Paper goes 3D. Nutzer wird Leser wird Schreiber wird Nutzer. Kopieren und Einfügen bis zum Schluss und: am Ende bist du dein eigenes Magazin.

Das Wandler-Team: Gerald Moll, Gerrit Peters, Paul Steen, Anja Hanssen, Gösta Tetje Schöning, Daniel Ramm, Klaus Frieler, Bitten Stetter, Katrin Bethge, Katrin Müller

Ach ja: Die Grammatik des Hyperlinks hieß früher Liebe. <a href=“life“>Love</a>
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